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Gigathlon Tag 1

Posted by on July 11, 2013

GigathlonMontag, 05.27 Uhr und ein paar Sekunden – der ewig zelebrierte Gigathlon-Song «Vivere» wird eingespielt. Die Single- und Couple-Athleten stehen mit ihren Rennvelos vor dem Torbogen des offiziellen Durstlöschers und somit am Start vom Gigathlon 2013. Mit dem Ende des ach so tollen «gspürschmi»-Songs setzte sich die Meute Velofahrer – neutralisiert hinter einem Rudel Begleittöffs – langsam in Bewegung.

Im Vergleich zu Bikerennen bei denen sich viele Fahrer im Kampf um Sekunden nach dem Startschuss die Lenker um die Ohren hauen, blieb es nach der Freigabe des Rennens ungewohnt ruhig. Die ersten flachen Kilometer wurden so gemütlich angegangen, dass Ruben ohne Aufwand aus dem Mittelfeld in die Spitzengruppe rollen konnte.

Für die ersten 500 Höhenmeter nach Films galt es einen Rhythmus zu finden – und das geht am einfachsten wenn man niemanden vor sich hat. So zog Ruben – doch etwas ungewohnt – das Feld auseinander und auf den ersten Berg. In der kurvigen und teilweise engen Abfahrt nach Ilanz verzichtete er auf aerodynamisch-akrobatische Kunststücke und überliess die Spitze anderen. Nach dem passieren des gerade offenen Bahnübergangs formierte sich eine Spitzengruppe, welche vorerst gut harmonierte und ein zügiges Tempo in Richtung Bonaduz anschlug.

Auf dem Weg nach Thusis wurde die Spitzengruppe nicht grösser, die Situation im Anstieg zur Lenzerheide überschaubar und die Rampen immer steiler. Eine etwas grössere Übersetzung hätte die Muskulatur geschont – immerhin warteten auf Ruben noch eine Bergwanderung und eine Bikestrecke. Doch vorher musste Bärbel auf die Schwimmstrecke geschickt werden. Ein Blick auf die Uhr kurz vor der Lenzerheide zeigte einen Vorsprung auf die «Marschtabelle» von einer Viertelstunde. War Bärbel schon bereit?

Sie war es und durfte als eine der ersten Schwimmerinnen in den spiegelglatten See – besser gesagt in den Teich. Sie hatte sich Monate lang mit Schwimmlehrer und Testtrainings im teils eiskalten Vierwaldstättersee vorbereitet, das musste einfach gut werden. Etwas irritiert vom überstürzten Wechsel und doch ziemlich aufgeregt aufgrund der ungewohnten Disziplin stürzte sie sich ins Wasser und wurde empfangen von fast bis an die Wasseroberfläche reichenden Wasserpflanzen. Hatte sie sich ja eh schon ein bisschen vor dem ungewohnten Nass gefürchtet, war die Wasserflora nun einen zusätzliches Psychohindernis… Um es kurz zu machen: keinen Atemrhythmus gefunden, Wasser geschluckt, Hustenreiz nicht wegbekommen, gesamte Strecke brustgeschwommen. Gut beobachtet von Rettungsschwimmern und Schiedsrichtern dümpelte sie ziemlich unzufrieden die Runden durch kleinen und grossen Heidsee. Zum Glück durfte ein Teil der Schwimmstrecke gelaufen werden, so dass die Zeit nicht allzu sehr hinter der Marschtabelle hinterherhing.

Hoch über dem Heidsee, auf 2861 Meter über Meer, thront die Bergstation auf dem Parpaner Rothorn. Ein weiter Weg – insbesondere ohne ein einziges Berglauftraining… Um die Beine im Hinblick auf die anschliessende Bikestrecke, den nächsten Tag und natürlich die Transalp zu schonen, wanderte Ruben mit grossen Schritten dem Gipfel entgegen, um nach etwas mehr als zwei Stunden dem Fotografen kurz vor dem Zielbogen etwas gequält in die Kamera zu lachen. Zwei Bahnfahrten und 20 Minuten später stand der Wechsel auf Rubens eigentliche Disziplin an – die Bikestrecke.

Die Rennveloraserei und der Bergspaziergang hatten jedoch bereits an den Kräften gezehrt und die endlich sommerliche Temperatur tat ihr übriges, so dass Ruben ziemlich lange brauchte bis er auf dem Bike richtig angekommen war, so dass die kurze Strecke nach einer schönen Abfahrt auf der Freeridestrecke schon wieder vorbei war.

Nach dem Schwimmdesaster am Morgen war Bärbel nun gewappnet fürs Inlinen. Schlimmer konnte es ja nicht werden. Und in der Wartezone beobachtete sie die Balanceakte der durchaus noch weniger sicheren FahrerInnen! Schon kam Ruben mit dem Bike um die Ecke und der Chip war übergeben. Ganz so elegant wie die Top-Inliner ging das Starten zwar nicht, aber zumindest kam sie einigermassen ins Rollen. Mit Rückenwind konnten die ersten 9 Kilometer nach Domat Ems in raschem Tempo geglitten werden. Jetzt klappte es mit dem Rhythmus und bald war die Ems-Chemie und der Golfplatz in Sicht. Selbst die technischen Passagen über Holzbohlen und um scharfe Kurven fühlten sich gut an. Kaum umgekehrt schlug ihr der vorherige Rückenwind mit voller Wucht ins Gesicht und langsam fingen die Oberschenkel an zu brennen. Egal, Kraft hatte sie ja, und Technik brauchte es zum Glück nicht soviel! Stolz über die unerwartete Leistung rollte sie die letzten Meter 10 Minuten vor der Marschtabelle ins Ziel und wurde von ihrem Team … voll verpasst!

Rangliste

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