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Relaxing…

Posted by on April 4, 2012

Für die zwei Tage nach dem Rennen haben wir in Gordons Bay, ganz in der Nähe von Lourendsford, Zimmer in einem Luxus-Guesthouse gebucht. Die Aussicht auf das Meer und den Tafelberg war fantastisch, endlich wurden wir mal wieder so richtig sauber und am Sonntagabend bestellten wir uns beim Lieferservice so viel Essen, dass dieser mit zwei Personen ausrücken musste.

Am Montag verliess uns Eva in Richtung Schweiz und die restliche Truppe machte sich auf den Weg ans Kap der guten Hoffnung. Zebra, Baboons, Strausse und viel wunderschöne Küste ist dort zu bewundern.

Der letzte gemeinsame Abend wurde in einem super Fischrestaurant im Hafen gefeiert. Beim Betreten des Hauses roch es etwas verbrannt, wir konnten jedoch nichts sehen und wir dachten uns auch nichts dabei. Vielleicht wurde ja gegrillt (oder wie es in Südafrika heisst: Braai). Gegen 1 Uhr wurden wir durch Schreie und Klopfen an der Türe geweckt – Fire! Es brennt! Im Gang hatte es Rauch, also packten Bärbel und Ruben das Nötigste (Pass etc.) und gingen auf den Balkon, um hier einen Fluchtweg zu suchen (einen Plan gab es nicht). Im Zimmer über Ihnen schrie eine Frau mit einem Baby und einem Kleinkind, diese konnten nicht fliehen, da es im Gang vor Ihrem Zimmer brannte (das Haus steht am Hang und der Haupteingang ist im obersten Stock). Bärbel rief die 911 (Notfallnummer) und landete zuerst bei einem automatischen System, welches fragte, ob es sich wirklich um einen Notfall handelte…

Ohne Nachzudenken holten sie die beiden Kinder und deren Mutter vom oberen Balkon auf den Balkon vom unteren Stock (ca 3Meter). Wie die Mutter genau runterkam, können wir uns nicht mehr erinnern. Kurz darauf stürmte der Guesthouse-“Mann für alles” James ins Zimmer und führte die Mutter, Kinder, Bärbel und Ruben durch den Rauch über die unteren Stockwerke nach draussen.

Währenddessen kämpfte Hanspeter mit einem dünnen Gartenschlauch und wenig Wasserdruck gegen das Feuer im Dachstock. Weiter versuchten wir das Feuer mittels Feuerlöscher zu besiegen. Dann traf nach einer gefühlten Ewigkeit die Ambulanz und kurz danach endlich auch die Feuerwehr ein, diese brachte dann das restliche Feuer schnell unter Kontrolle.

Nachdem wir aufgrund der leichten Rauchvergiftungen ein paar Minuten mit Sauerstoff versorgt worden waren, wurden wir in ein nahe gelegenes Guesthouse gebracht, wo wir ein paar Stunden schlafen konnten – oder es zumindest versuchten.

Am nächsten Morgen zeigte sich, dass sich der Schaden in Grenzen gehalten hatte. Das Dach und die Eingangshalle waren vom Feuer und dem Löschwasser stark betroffen. Da unsere Zimmer im ersten Untergeschoss lagen, gab es keine Rauchschäden an unserem Gepäck und das Löschwasser reichte nicht bis in die Zimmer hinein.

In dem Guesthouse Celtic Manor in Gordon’s Bay gab es keine Rauchmelder und auch keine Evakuationspläne. Durch unseren Einsatz konnten wir ganz grosse Schäden und eventuell auch Opfer vermeiden. Trotzdem kam die Managerin kurz vor unserer (so oder so geplanten) Abreise mit der Rechnung zu uns und fragte, wie wir die Differenz zur Anzahlung bezahlen wollten. Leider laufe aber das Kreditkartenterminal nicht, wir sollen doch bitte in Bar bezahlen. Als wir sie etwas konsterniert ansahen, meinte sie:  “Sorry, but we have to run a business”! Natürlich haben wir nicht bezahlt.

Weder vom Management noch vom Besitzer kam ein Danke oder eine Entschuldigung, nur ein “Danke für ihr Verständnis, so etwas kann halt jedem passieren…”

Hanspeter und Karin sind noch am Dienstag zurück geflogen, Silvan bleibt noch ein paar Tage in Kapstadt und Bärbel und Ruben sind nach Johannesburg weitergereist und sind an Ostern wieder zu Hause.

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